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Das Erbe der Eltern zu erkennen und zu meistern, ist eine der wichtigsten und gleichzeitig schwierigsten Aufgaben, um sich aus dem Kreislauf der Inkarnationen zu befreien.

Die universalen Gesetze sind sehr klar. Die DNS als Erbe der Eltern und Ahnen definiert den physischen Körper. Das bedeutet, dass der nicht entwickelte Geist automatisch an die Strukturen der Familie gebunden ist. Das Erbe der physischen Mutter und des physischen Vaters in der eigenen Persönlichkeit erklärt die Bindung des Geistes an die Grobstofflichkeit und Dunkelheit. Diese Bindung muss überwunden werden, damit sich der Geist befreien kann. In diesem Prozess erkennt der Praktizierende in sich selbst alle positiven und negativen Eigenschaften der Eltern als inneren Anlage. Ohne Loslösung von seinen Eltern und Ahnen ist eine Befreiung nicht möglich.

Nachdem sich jede Seele ohne geistiger Entwicklung automatisch mit dem grobstofflichen Körper verbindet und sich darüber identifiziert, sind das Erbe des physischen Vaters und der physischen Mutter das größte innere Hindernis, sich zu befreien.

Über die Ausbildung des Geistes und der Seele lernt der Praktizierende, sich über diese Bindung hinwegzusetzen. Der Inhalt der eigenen Seele und des Geistes muss transformiert werde.

Ein Mensch, der sich über die körperliche DNS identifiziert, ist grundsätzlich eine Zelle der Menschheit. Seine Individualisierung bezieht sich einzig auf den physischen Körper. Der Geist folgt der Prägung der Seele durch den Körper und agiert im Sinne der Materie. Dieser Zustand ist heute für die Menschen normal.

Die Einweihungslehre definiert Licht einzig über einen freien Geist. Dieser freie Geist ist deshalb Licht, weil seine Grundeigenschaften, das sind der Wille, das Fühlen, der Intellekt und das Bewusstsein sich unabhängig von der Physis existieren kann. Dieser Geist ist das Ebenbild Gottes und wird als unsterblicher Körper oder Lichtkörper bezeichnet. Die Eltern dieses individualisierten Geistes sind das kosmische weibliche und kosmische männliche Prinzip. Die Religionen beschreiben dieses Erbe als Gott und die Einweihungslehre als Akasha.

Dunkelheit ist im Gegensatz dazu jegliche Identifizierung mit der grobstofflichen Welt. In erster Linie zählen dazu die Eigenschaften der Eltern. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um positive oder negative Eigenschaften handelt. Immer bindet das Erbe den Geist an die Physis und damit an die Dunkelheit. Befreiung erlangen zu wollen und gleichzeitig die Eigenschaften der Eltern in sich selbst zu pflegen, ist nicht möglich.

Sämtliche Methoden, die heute als Familienaufstellungen usw. bekannt sind, laufen der Befreiung des Geistes zuwider. Sie verhindern seine Individualisierung und fügen den Menschen hierarchisch in ein Familiensystem ein. Diese Hierarchie bezieht sich jedoch nicht auf die Entwicklung des Geistes, sondern auf die Geburt des Geistes im grobstofflichen Körper und damit in der Dunkelheit.

Jede Familie wird von einem sogenannten Familiengeist beherrscht. Diese Beherrschung ist eine Bemächtigung aus der seelischen, der sogenannten astralen, Ebene. Meistens ist ein Mitglied der Familie die physische Vertretung dieses Familiengeistes. Dieser Mensch agiert im Sinne des Familiengeistes und versucht, alle Angehörige innerhalb der Familie zu harmonisieren. Es geht jedoch niemals um eine höhere Harmonie, sondern immer um die Erfüllung bestehender bindender Gegebenheiten.

Der Familiengeist gleicht einem Familiendespoten. Jeglicher Angehöriger, der sich aus der Familienstruktur lösen möchte, wird zuerst von diesem Familiengeist und schließlich von den Mitgliedern der Familie selbst bekämpft.

Sehr oft definiert sich der Familiengeist über Streit innerhalb der Familie. Die generationsübergreifenden Strukturen werden über diesen Geist weitergetragen. Grundsätzlich ist es jedoch so, dass negative Eigenschaften einer Familienstruktur viel leichter erkannt werden können, wie positive Eigenschaften. Diese binden in der gleichen Weise, werden jedoch nicht als Bemächtigung erfahren.

Das niedere Ego des Menschen fühlt sich in der Geborgenheit der Familie wohl. Es erfährt deshalb keinen Widerstand, weil die grobstoffliche Anlage des Menschen (DNS) sich nahtlos in die grobstoffliche Anlage der Familienmitglieder einfügt. Dann gleicht der Mensch einer unfreien Zelle, die das erfüllt, was in der Dunkelheit durch die Materie vorgegeben ist.

Wer seine Eltern oder Großeltern gefühlshaft verehrt, arbeitet aktiv gegen seine Befreiung aus dem Kreislauf der Inkarnationen. Wer seine Ahnen in sich selbst erkennt, erkennt gleichzeitig seine eigene Bindung an die Grobstofflichkeit. Die innere Trennung vom Vater, der Mutter und der Großeltern ist die Voraussetzung, um befreit zu werden.