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Die Gemeinschaften der Staaten und Religionen gibt es aus einem sehr guten Grund. Sie geben vielen Menschen einen notwendigen gesetzlichen Halt und eine spirituelle Orientierung. Alle Staaten in der Gesetzgebung und Religionen in den Geboten und Verboten haben in einzelnen Aspekten eine analoge für die Entwicklung der Menschheit notwendige Verbindung in ihren Inhalten zu den kosmischen Gesetzen und stehen in dieser Weise damit in einer gewissen Verbindung.

Idealisiert jemand eine Religion jedoch als einzigen Weg der Erlösung, dann entfernt er sich immer weiter von den kosmischen Gesetzen und er verdichtet in sich Dunkelheit. Dann wird eine Religion zum Gefängnis der Dunkelheit.

Ein weiterer Punkt bezieht sich auf das Nichtwissen der Menschen und der Priesterschaft bezüglich der Bedeutung des Glaubens. Das Glauben in seiner Definition als Adverb ist eine Konsequenz des Willens. Das Glauben ist das Gebärende des Willens. Nachdem das Glauben eine Eigenschaft des Akasha, Alles in Allem, ist, erschafft sich jeder Mensch unbewusst seine Gottheit. Eine Religion kann man als Gemeinschaft von Menschen verstehen, die sich durch den Glauben eine Gottheit erschafft. Die Menschen glauben bewusst oder meistens unbewusst das, was sie wollen.

Der Glaube als Substantiv ist die sich daraus ergebend Konsequenz. Es ist die dauernde Kraftzuführung für den Egregor (geistige Wesenheit) der Religion.

Wäre der Wille frei, das Glauben würde sich völlig verändern. Das ist ein Grund, warum religiöse, spirituelle und die meisten esoterischen Gemeinschaften neutrale Konzentrationsübung und bewusst Willensschulung, damit meine ich eine von der jeweiligen religiösen Symbolik völlig unabhängige Übungspraxis, ablehnen. Jeder, der seinen Willen schult, befreit sich automatisch.

Eine Religion wie die Katholische Kirche, die sich auf Joshua (Jesus) beruft und dieser davon sprach, dass kein Reicher in das Himmelreich kommen wird, hat sich weit davon entfernt, den Menschen Erlösung zu bringen. Die Katholische Kirche ist ein Multimilliarden Konzern. Auch hier gilt das Gesetz, dass hinter jeder Institution die Menschen die karmische Verantwortung dafür tragen. Wenn ich diese Religion als Beispiel erwähne, dann deshalb, weil ich in einer katholischen Gemeinschaft aufgewachsen bin.

Andere Gemeinschaften sind Nationen. Die Gesetzgebung definiert die Ordnung innerhalb der Gemeinschaft. Der berühmte Ausspruch, „Frag nicht, was das Land für dich tun kann, sondern frag, was du für das Land tun kannst“, ist die völlige Verdrehung der kosmischen Gesetze. Niemals steht das Land im Zentrum der Hierarchie, sondern immer die geistige Entwicklung des einzelnen Menschen. Eine Gesetzgebung entspricht dann einer höheren Wahrheit, wenn sie den Menschen in der besten Weise unterstützt, dass dieser einen geistigen Weg gehen kann. Muss der Mensch dem Staat dienen, dann entspricht diese Gemeinschaft der Dunkelheit.

Eine Gesetzgebung, die Gerechtigkeit nicht auf der Säule des Mitgefühls aufgebaut hat und einem Straftäter nicht gleichzeitig mit der Strafe die Möglichkeit bietet, sich zu entwickeln, ist nicht gerecht im Sinne der universalen Gesetze. Eine Gesetzgebung, die das nicht als wesentlichen Inhalt in sich integriert hat, handelt nicht im Sinne der Gerechtigkeit, sondern im Sinne der Rache.

Erwähnen möchte ich noch, dass jemand, der einen ernsthaften geistigen Weg geht, seine notwendige gesetzliche Pflicht gegenüber dem Staat erfüllen wird. Er erkennt in der Strukturierung der Gemeinschaft die Entwicklungsstufe der Menschheit.

Die Gemeinschaften der Menschen werden über nationale Grenzen, politische Ausrichtungen, Religionen und Menschgruppen mit eigenen Regeln definiert. Jede menschliche Ideologie jenseits der kosmischen Gesetze, politisch oder religiös, birgt die Bindung des Geistes an die Dunkelheit. Befreiung ist nur über die Lösung von der Bindung jeglicher Werte der Gemeinschaft möglich.